Die Hausnummer

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Hausnummern
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Eine Geschichte von Ordnung und Unordnung

Ihr eigentlicher Inhalt ist die bloße Zahl, eine eindeutige Nummer. Diese Information dient uns zur Orientierung. Wir finden uns prima mit ihr im Alltag zurecht, vorausgesetzt jedes Haus hat ein solches Orientierungsschild auf seiner Fassade. Formal betrachtet, offenbart die Hausnummer sich als weitaus vielschichtiger. In unserem »Land der 1.000 Normen« gibt es (noch?) keinen Standard, was die Beschaffenheit einer Hausnummer anbelangt. Alles scheint möglich.

Denken wir an Hausnummern, fällt uns eine Zahl ein und vielleicht ein oder zwei »Standardschilder«: das typische blauweiße Emailleschild mit den serifenbetonten Zahlen oder vielleicht eine moderne, hintergrundbeleuchtete Zahl. Doch weit gefehlt. In diesem Buch finden sich knapp 250 Hausnummern, die alle unterschiedlich sind. Manches Mal wurde vielleicht die selbe Schrifttype angewandt, aber der Umgang mit der Wahl der Position, der Auseinandersetzung mit dem Untergrund und auch die Umweltfaktoren haben unterschiedliche und teils entscheidende Einflüsse auf jede einzelne Ziffer im Potpourri der Hausnummern genommen.

So hat in der Detailbetrachtung jedes Haus, zusätzlich zu seiner eigenen Gestalt, ein charakterisierendes Zusatzelement (die Hausnummer) bestehend aus mindestens einer Ziffer, einer Farbe, einem Ort der Anbringung, einem bestimmten Material sowie unzähligen unkalkulierbaren, äußeren Faktoren …

Literatur: Tantner, Anton (2007). Die Hausnummer: Eine Geschichte von Ordnung und Unordnung. Jonas Verlag.

Diesen Beitrag zur Kunst gestalteten wir im Juli 2009

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